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Vergleich verschiedener "Premium-Schnuller"

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich sowohl aus beruflichen Gründen, wie auch aus Überzeugung mit dem Thema Schnuller/Beruhigungssauger. Ich selbst bin  Vater dreier Kinder. Zwei davon waren extreme Nuckler und bei ihnen traten  Zahn- und Kieferfehlstellungen durch Beruhigungssauger auf.

Nachdem ich 1997 zu der Erkenntnis gekommen war, daß der Schaft eines Schnullers von erheblicher Bedeutung für die Deformation der Zahnreihen und Kiefer ist, mehr noch als die Form des eigentlichen Saugteiles, entwickelte ich für meine jüngste Tochter den Stufensauger, einen Schnuller mit stufigem Schaft. Hintergrund ist die Tatsache, daß die oberen Frontzähne beim Zubeißen tiefer nach unten reichen, als die unteren. Beim Speichelschlucken beißen wir die Zähne aufeinander. Ein schnullerndes Kind muß demzufolge auf den Schaft beißen und diesen knicken.

In Abhängigkeit vom Widerstand des Schaftes aufgrund seiner Dicke und der Materialeigenschaften, der Schnullerdauer und -intensität, wird beim Zubeißen den Frontzähnen (und dem Kieferknochen) durch den federnden Schaft ständig eine Kraft entgegensetzt, die letztendlich zum Nachgeben von Zähnen und Kieferknochen und damit zur Enstehung von Fehlstellungen führt. Bei den von mir gemessenen Premium-Saugern, also der "Ober-Liga" der Schnuller, waren dies bis zu 290 Gramm bei jedem einzelnen Beiß- bzw. Schluckvorgang. Durchschnittlich schluckt ein Kind 600 bis 800 mal am Tag. Da summieren sich die Kräfte, die auf Zähne und Knochen einwirken, je nach Tragedauer auf einen 2-stelligen Kilogrammbereich. Täglich. 300 mal schlucken und dabei auf 300 Gramm beißen ergibt 90 Kilogramm Widerstand.

Kieferorthopäden bewegen Zähne mit wenigen Gramm, allerdings permanent, durch den Kieferknochen. In jedem Alter.

Der Stufensauger war der erste Schritt in die richtige Richtung. Er folgte der natürlichen Stellung der Frontzähne, d.h. er verlief unter der Schneidekante der oberen Frontzähne her, hinter den Frontzähnen hoch über die Schneidekante der unteren Frontzähne, und dann schräg nach oben gerichtet in die Mundhöhle und setzte so den Frontzähnen weniger Kräfte entgegen, als jeder ander Schnuller.

1997 meldete ich den stufigen Schaft zum Patent an. Mittlerweile sind viele Jahre vergangen. Die Tatsache, daß der Hersteller meines Stufensaugers, die Firma Novatex (Marke Baby-Nova) seit 2007 keine Lizenzgebühren mehr an mich zahlt, seine Geschäfte auf den amerikanischen Markt verlagert hat und anderes mehr, nahm ich zum Anlaß, mir Gedanken über eine Weiter- oder Neuentwicklung zu machen. Dabei konzentrierte ich mich abermals auf den Schaft. Es ist mir gelungen, mittels eines völlig neuen Weges einen weitaus besseren Schnuller zu entwickeln, nämlich einen solchen mit einem adaptiven "biegeschlaffen" Schaft. Die Vorteile sind offensichtlich:

das Knicken des Schaftes beim Zusammenbeißen erfordert nicht einmal mehr ein Drittel des Kraftaufwandes gegenüber allen anderen Schnuller, dabei meine ich breits die "Premium"-Schnuller und nicht die "normalen". Außerdem wird keine Form mehr vorgegeben, auch keine ungefähre, durchschnittliche Stufenform. Der neue, biegeschlaffe Schaft paßt sich jeder Frontzahnstufe individuell an.

Ich habe das Knickverhalten und die dazu erforderlichen Kräfte untersucht und gemessen.  Dazu benutzte ich eine Apparatur, mit der ich den Schaft ähnlich knicken  (nicht zu verwechseln mit biegen) kann, wie es beim Zusammenbeißen die beiden oberen und unteren Frontzahnreihen tun. Für mich ist dieser Knickwiderstand des Schaftes der wichtigste Aspekt in Hinblick auf die Entstehung eines lutschoffenen Bisses. Die entsprechenden Werte finden Sie in der nachfolgenden Tabelle:

Prototyp mit "biegeschlaffem/adaptivem Schaft"      nur  70 !  Gramm

NUK Genius Gr. 1  Latex                                                     210 Gramm

NUK Genius Gr. 2 Latex                                                      160 Gramm

NUK Genius Gr. 1 Silikon                                                     230 Gramm

NUK Genius Gr. 2 Silikon                                                     260 Gramm

Babynova Gr. 1 Dentistar Latex                                          240 Gramm

Babynova Gr. 2 Dentistar Latex                                          290 Gramm

Babynova Gr. 1 Silikon                                                        240 Gramm

Babynova Gr. 2 Silikon                                                        260 Gramm

MAM Perfect                                                                         240 Gramm

Positiv fiel der NUK Genius Gr. 2 in Latex auf. Aufgrund der Softkanälchen und der größeren Oberfläche setzt der Schaft dieses Schnullers dem Knicken wesentlich geringere Kräfte entgegen, als dies bei den anderen herkömmlichen Premiumsaugern der Fall ist.

An die 70 Gramm meines ersten Prototypen reicht jedoch bei weitem keiner der anderen Sauger heran. Das ist zunächst einmal inoffizieller Weltrekord, da es sich zum einen noch um Prototypen handelt und die Sauger zum anderen noch nicht die erforderlichen Tests bestanden haben.

Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluß über die Abmessungen der Schnuller:

                          GENIUS Gr. 3         NUK Gr. 3            DENTISTAR  Gr. 2       MAM Perfect

Gesamtlänge:         33 mm                     28 mm                  27 mm                     31 mm

Schaftlänge:           14 mm                     7 mm                   10 mm                      12 mm

Schaftbreite:          16 mm                    14,5 mm                12,5 mm                  15,5 mm

Saugteillänge:        19 mm                        21 mm                17 mm                    18,5 mm

Saugteilbreite:       23,5 mm                      24 mm                20 mm                    20   mm

Mit Hilfe eines sog. Kontaktors, der nach dem Prinzip einer Federwaage arbeitet,  ermittelte ich dann die zum Biegen (Abknicken des Lutschteiles nach oben bzw. unten) erforderlichen Kräfte, wobei die Auslenkung jeweils 1 cm betrug. Auch diese Werte stelle ich zu Vergleichszwecken wieder gegenüber.

Gemessene Werte für das Biegen des Schnullerschaftes a) aufwärts, b) abwärts:

          GENIUS Gr. 3      NUK Gr.  3     DENTISTAR Gr. 2     MAM Perfect    Prototyp biegeschlaff

 a)       40 Gramm          60 Gramm        20 Gramm                 15 Gramm          unter 10 Gramm

b)        55 Gramm          80 Gramm        25 Gramm                 20 Gramm          unter 10 Gramm

Prototyp mit adaptivem biegeschlaffem Schaft: jeweils weniger als 10 Gramm.

Gegenüber einem herkömmlichen Latexsauger der Größe 3 ist der NUK Genius eindeutig im Vorteil. Er erkauft sich diesen Vorteil jedoch durch einen sehr langen Schaft (14 mm gegenüber 7 mm) und ist mit 33 mm Gesamtlänge der längste Schnuller im Test. An die Werte des Stufensaugers reicht aber auch er beim Biegeversuch nicht heran.

Wenn man bedenkt, daß eine weibliche Brustwarze  im Mittel nur 11 mm lang ist, nehmen sich 33 mm gewaltig aus.

        

                                               Größe 3             Genius         Dentistar

                              

MAM Perfect seitliche Ansicht                  MAM Perfect in der Aufsicht.        

 Der Schaft ist zwar sehr dünn, entspricht aber in seiner Breite einem Schnuller der Größe 3. Von der Seite "top", von oben in der Breite jedoch "hopp". Frontzähne stehen  nicht auf einer geraden Linie, sondern  in einem Bogen.

 
Unterseite                                                              Oberseite

In demselben Modell von Seite 2 dieser homepage sieht das Ganze aus, wie folgt: 
Genius                                                      Größe 3

 
Dentistar Größe 2                                        MAM Perfect

dasselbe im zugehörigen Unterkiefer-Modell:

 
Genius                                                                     Größe 3


Dentistar Größe 2

Zum Vergleich beide Sauger noch einmal von unten betrachtet

Auf Wunsch interessierter Eltern habe ich auch einmal die mittlere Größe 2 des Genius mit dem "großen"  Stufensauger  und dem MAM Perfect verglichen, sowie die beiden kleinsten Größen miteinander.

                      Genius Gr. 2     Dentistar Gr. 2      Genius Gr. 1      Dentistar Gr.  1    MAM Perfect

Gesamtlänge          28 mm             27 mm                   26 mm               24 mm              31 mm

Schaftlänge            11 mm             10 mm                  12 mm              7,5 mm              12 mm

Schaftbreite            15 mm            12,5 mm                13 mm               11 mm              15,5 mm

Schaftdicke               7 mm               4 mm                  7 mm                4 mm                 3,0  mm

Saugteillänge         17 mm                17 mm                14 mm            16,5 mm             18,5 mm

Saugteilbreite      21,5 mm                20 mm                18 mm            17,5 mm             20   mm

Der MAM Perfect mag entsprechend der Bewerbung an seiner dünnsten Stelle eine Schaftdicke von weniger als 2,5 mm aufweisen. Seine Randleisten sind jedoch auf einer Länge von 8 Millimetern 3mm stark. Zu bewerten ist jedoch der dickste Bereich, nicht der dünnste in der Mitte. Bei diesem neuen Sauger wurde zwar die Schaftdicke reduziert, dafür ist man jedoch in die Breite ausgewichen.

Bei meinen Versuchen habe ich zwischen Biegen und Knicken des Schaftes unterschieden. Beim Schluckvorgang und Knicken des Schaftes muß dessen gesamte Widerstandskraft überwunden werden. Dabei wirken diese Widerstandskräfte  negativ auf Zähne und Knochen.

Kinder "spielen" aber auch mit dem Schnuller und führen dabei viele "unvollendete Schluckvorgänge" aus. Dabei wird der Schaft des Beruhigungssaugers nur ausgelenkt, d.h. gebogen. Aber auch diese Kräfte entfalten eine gewisse Wirkung.

Hier die Ergebnisse der zum Anwinkeln/Abwinkeln (Biegen) eines Schaftes erforderlichen Kräfte:

                           Genius Gr. 2     Dentistar Gr. 2     Genius Gr. 1     Dentistar Gr. 1      MAM

Anwinkeln aufwärts:     35 g                   20 g                      50 g                 25 g               15 g

Anwinkeln abwärts :     40 g                   25 g                      50 g                 30 g               20 g

Die entsprechenden Werte für den Schnuller-Prototypen mit adaptivem, biegeschlaffem Schaft liegen jeweils unter 10 Gramm.

Wie bereits eingangs erwähnt, ist aufgrund  des sehr langen Schaftes des Genius der Widerstand beim Biegen geringer, als bei seinem herkömmlichen Pendant. Etwas besser schneidet der MAM Perfect ab, am besten aber der biegeschlaffe Prototyp mit Werten unter 10 Gramm.

Form, Größe und Materialeigenschaften eines Schaftes sind ursächlich für die Entstehung eines lutschoffenen Bisses.

Die Meßwerte zeigen, daß die zum Abwärtsbiegen des Schaftes erforderlichen Kräfte beim kleinsten Genius nahezu identisch sind mit denen des größten Genius, nämlich 50 g (Gr. 1) zu 55 g (Gr. 3), beim Aufwärtsbiegen diese sogar übersteigen: 50 g beim Genius Größe 1  zu 40 g beim Genius Größe 3. Ein kürzerer Schaft bietet nun einmal größeren Widerstand, als ein längerer.

Zwar ist das beim Stufensauger auch so, jedoch steigen die Kräfte dort  geringfügiger an:

25 g (Gr. 1) zu 20 g (Gr. 2) beim Aufwärtsbiegen und 30 g (Gr. 1) zu 25 g (Gr. 2).

Begründet liegt dies in der einzigartigen Form des stufigen Schaftes und seiner  geringen Dicke.

Bei den neuen Beruhigungssaugern mit adaptivem Schaft kommen ausschließlich  Silikone zum Einsatz.  Erstmals werden Silikone völlig unterschiedlicher Shore-Härten miteinander kombiniert. Bei dem einen handelt es sich um ein sehr weiches, aber reiß- und kerbfestes Material von lediglich 20 shore, bei dem anderen um das bekannte von 80 shore. 

The new soothers will show a material of two components of silicone. For the first time ever there will be combined silicones of very different shore-grades for soothers. The harder material will only be used for the connection with the shield. Bubble and shaft will only be made by the very soft silicone of 20 shore, and will be hollow.

Ein Schnuller aus zwei unterschiedlichen Materialien , in diesem Fall aus Silikonen, ist absolutes Neuland auf dem Gebiet der Beruhigungssauger.

A two-components-silicone for soothers is absolutely new ground. 

Der neue Beruhigungssauger wird ein 2-Komponenten Silikon-Hohlsauger sein.

The new soothers will be 2-component silicone hollow-soothers.

Mit dem neu entwickelten Silikon, das weicher ist, als jedes für Beruhigungssauger bislang eingesetzte, soll den Babies ein Lutschgefühl vermittelt werden, das der mütterlichen Mamille (Brustwarze) sehr nahe kommt. 

Another object is, giving babies a new kind of sucking-comfort, possibly like a mother´s nipple.

Darüber hinaus soll ein neuartiges Lippenschild zum Einsatz kommen, bei dem Eigenschaften einer sog. Mundvorhofplatte mit einfließen. Das entsprechende Patent wurde am 10.12.2007  erteilt und die Patenturkunde am 30.4.2008 ausgefertigt.  Die Verwendung dieses neuartigen Funktionslippenschildes wird die Vermeidung und Beseitigung eines lutschoffenen Bisses weiter verbessern.

Furthermore a new kind of shield shall be used, which shows attributes of an orthopedic shield for the anterior portion of the oral cavum. The patent therefore is dated from the 10th of Dec. 2007. In addition to the new soother it should help to avoid the origin of an open bite or cross bite better than ever before.

Diskussion

Immer wieder melden sich dieselben Stimmen zu Wort und wettern sowohl gegen Schnuller im Allgemeinen, wie auch gegen den Dentistar und  meine homepage  im Speziellen. Diesen Kritikern möchte ich an dieser Stelle folgendes sagen:

ich breche hier keine Lanze für Schnuller ! Ich sehe den Schnullergebrauch ebenfalls kritisch. Aber: es gibt keinen anderen Schnuller, der weniger Schäden verursacht, als den von mir entwickelten Stufensauger.

Prinzipiell ist es allemal weniger schädlich, einen Schnuller zu geben, als Daumenlutschen oder Schnuller der Größe 3 zu benutzen.

Abgesehen davon ist es erwiesen, daß der Gebrauch von Beruhigungssaugern hilft, den plötzlichen Kindstod zu vermeiden.

Es gibt Kinder, die lassen sich den Schnuller nicht so einfach wegnehmen und es gibt Eltern, die stöpseln ihre Kinder wider besseres Wissen trotzdem zu, einfach nur, um ihre Ruhe zu haben. Zumindest für diese Kinder muß es Schnuller geben.

Letztendlich stellt jeder Lutschkörper in der Mundhöhle einen Fremdkörper dar, gleichgültig, wie groß oder klein er ist, und welche (anatomische) Form er hat. Auch der beste Sauger kann nur ein Kompromiß sein, mit dem wir Eltern und Zahnärzte leben müssen.

Die Entwicklung des Stufensaugers

Der Stufensauger beruht auf drei wesentlichen Änderungen gegenüber herkömmlichen Beruhigungssaugern:

  • dem gewinkelten dünnen Schaft
  • dem kleineren anatomisch geformten Lutschteil mit "Aushöhlung von unten"
  • der nochmaligen Anwinkelung des Lutschteiles an den Gaumen

Neben den zu großen Lutschteilen ist ein dicker Schaft, die Verbindung zwischen Lutschteil und Lippenschild, Verursacher von Anomalien wie lutschoffenem Biß und/oder Kreuzbiß. Die Zähne wachsen quasi um den Schaft herum.

Mangels technischer Möglichkeiten formte ich 1996 einen extrem dünnen Schaft aus kieferorthopädischem Draht.

Am einen Ende befestigte ich ein herkömmliches Lippenschild, das andere Ende gestaltete ich rund und zog ein herkömmliches Lutschteil darüber. Da sich ausvulkanisiertes Latex weder kleben noch verschweißen läßt, nähte ich es mit chirurgischem Nahtmaterial fest. Zunächst weigerte sich meine Tochter, einen "Genähten" zu benutzen. Es gelang mir jedoch, sie von den Vorteilen zu überzeugen, insbesondere mit dem Argument, daß sie sooo schöne Zähne habe, nur leider schiefe... ;-)

Ich war überrascht von dem Tempo, mit dem sich die Zähne aufeinander zu bewegten. Aber bald ging es nicht mehr weiter, weil die Zähne auf den Draht stießen. Darum begann ich, verschiedene Knicke, Winkel und Strecken in den Draht zu biegen. Das Ergebnis gelangte dann, leider unter der Marke Baby-Nova, als "Dentimaxx" in den Handel.

 

Ich meldete die Erkenntnisse meiner Arbeit sodann zum Patent an, welches mir 1997 erteilt wurde. Die Firma Mapa ("NUK") gab mir aufgrund meiner Erfindung einen 3 Jahre währenden Beratervertrag. Bedauerlicher Weise gelangte der Sauger aber in dieser Zeit nicht zur Serienreife. Dies gelang dann bei der Firma Novatex, weil sie dringend einen neuartigen Sauger benötigte..

The "making of"

Dieser Hersteller war gerade in Kontakt mit Herrn Prof. Dr. Hinz, einem Kieferorthopäden mit langjähriger Erfahrung, und suchte nach einem innovativen Artikel, da die Firma aufgrund ihrer unattraktiven Produktpalette in der Bedeutungslosigkeit zu versinken und vom Marktführer komplett vom Markt verdrängt zu werden  drohte. Prof. Hinz sollte einen neuen Schnuller mit mundgerechtem Lutschkörper entwickeln. Aus kieferorthopädischer Sicht favorisierte er eine "Eierlöffel-Form". Diese wurde jedoch von den Kindern nicht akzeptiert. Zum einen waren die Schnuller in keinster Weise ausbalanciert. Das Lutschteil war viel zu leicht, das Lippenschild wesentlich zu schwer. Zum anderen hatte der "Eierlöffel" zuwenig Substanz, bot keinen "Lutschkomfort" und fiel heraus, sobald die Kinder aufhörten, kräftig daran zu saugen.

Prof. Hinz war dann begleitend und beratend tätig, als ich den damaligen "Dentimaxx" Realität werden ließ und begutachtete die einzelnen Arbeitsschritte. Die Form und Dimensionen des z-förmigen Stufenschaftes hatte ich bereits in eigener Forschungsarbeit ermittelt und deren Wirksamkeit an meiner jüngsten Tochter und einigen "Praxis-Kindern" dokumentiert. Dieser stufige Schaft stellte die wichtigste Grundlage für den neuartigen Schnuller dar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis zu einer "funktionierenden Form" waren verschiedene Modifikationen erforderlich, stets unter Berücksichtigung der anatomischen Strukturen. 

 

 

 

 

 

Ich mußte die Prototypen nacharbeiten. Mit Hilfe von Prothesenkunststoff ergänzte ich an den entsprechenden Stellen Material, beschliff und polierte dieses.

 

Letztendlich formte ich komplett neue Lutschteile.

Das Ergebnis waren der "kleine" Dentimaxx links, Größe 1 für unbezahnte Kiefer, sowie der Dentimaxx Größe 2, rechts im Bild, für bezahnte Kiefer.

Anhand meiner Prototypen stellte der Werkzeugmacher dann die Fertigungswerkzeuge her, mit denen alle heutigen "Dentistars" seitdem in unveränderter Form produziert werden.

      

 

Der gewinkelte Schaft folgte nun der Zahnstellung, das neue Saugteil war wesentlich kleiner, anatomisch geformt und ließ der Zunge mehr Freiraum als je zuvor, aber es wurde noch wertvoller Platz oberhalb des Lutschteiles verschenkt. Aufgrund ihres geradlinigen Schaftes ragen die Lutschteile herkömmlicher Sauger gerade in die Mundhöhle und behindern die Zunge unnötig. Deshalb winkelte ich das Saugteil selbst nochmals nach oben und legte es dem Gaumen an. Mehr geht nicht. Nun ist auch dieser Platz optimal genutzt. Diese Verbesserung meldete ich wieder zum Patent an.

Ihr

Dr. med. dent. Rolf Brockhaus

 
© 2017 beruhigungssauger.de | letzte Aktualisierung: 13.08.2012
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