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Nach Umstellung vom herkömmlichen Sauger auf einen Prototypen :

vorher
 

nachher (8 Wochen später)
 
 
die beiden Bilder links zeigen den Gebißzustand meiner Tochter, so, wie er sich durch täglichen mehrstündigen Gebrauch herkömmlicher Schnuller entwickelt hatte. Die beiden Bilder rechts den Zustand 8 Wochen später.

Es erfolgte keine kieferorthopädische Behandlung! Es wurden statt herkömmlicher Sauger nur noch die von mir hergestellten Prototypen verwendet.

vorher

 

nachher (Wochen später)

 

Das Vorgenannte trifft auch auf diesen kleinen Patienten zu, den ich ebenfalls lediglich auf meine Prototypen umgestellt hatte.

Etwa 2/3 der kieferorthopädischen Befunde, die nach der Geburt aufgetreten sind, können durch prophylaktische Maßnahmen wieder beseitigt werden. Häufigste Ursache für "erworbene Kieferanomalien" sind Habits, insbesondere Lutschgewohnheiten am Daumen oder an Beruhigungssaugern, aber auch die Mundatmung, das Fehlen eines zwanglosen Lippenschlusses und das Beibehalten des infantilen Schluckmusters.

Die Prophylaxe sollte bereits bei der werdenden Mutter einsetzen. Sie sollte darüber informiert sein, daß ein Kleinkind leichter vom Beruhigungssauger zu entwöhnen ist, als vom Daumen. Ab 6 Stunden täglichem Nuckeln, egal ob am Daumen oder am Beruhigungssauger, ist vom Auftreten von Anomalien auszugehen. (Harzer 1999).

Bereits in den ersten Lebensmonaten ist ein Säugling imstande, auch außerhalb des Mutterleibes den Daumen zum Mund zu führen. Bevor er dies tun kann, sollte der Säugling an einen empfehlenswerten Beruhigungssauger gewöhnt werden. Während Lutschen an Schnullern häufig im 3. oder 4. Lebensjahr von selbst aufgegeben wird, setzt sich das Daumenlutschen mitunter bis ins Grundschulalter fort und ist wesentlich destruktiver.

Der Saugvorgang

Beim Saugen an der Mutterbrust erzeugt das Kind einen Unterdruck im Mund. Der Mundraum muß dabei luftdicht verschlossen sein. Dazu umschließt das Kind mit den Lippen fest die weibliche Mamille. Unter Einbeziehung des Nasen-Rachenraumes, des Gaumensegels und des hinteren Anteiles des Zungenrückens wird ein ventilartiger Verschluß erreicht. Durch Absenken und Zurückziehen der Zunge entsteht dann ein Unterdruck, der die Muttermilch fließen läßt.

 

Daumenlutschen und Kreuzbißentstehung

Das Daumenlutschen funktioniert nach dem gleichen Mechanismus. Es lassen sich drei Wirkungskomponenten unterscheiden:

  1. Die Saugkomponente.
    Dabei wirkt von außen die Wangenmuskulatur auf den Oberkiefer ein, ohne daß die Zunge auf der Innenseite entgegen wirkt. Je nach Dauer und Intensität wird der Oberkiefer komprimiert, mit einer zusätzlich nach vorn gerichteten Komponente.
  2. Die Beißkomponente.
    Durch den Daumen werden die Zähne vorne im Wachstum behindert, hinten dagegen entlastet. Bereits das kann die Entstehung eines lutschoffenen Bisses fördern.
  3. Die Druckkomponente.
    Der Daumen wirkt als Hebel: er drückt die oberen Frontzähne nach vorn, die unteren nach hinten. Im Oberkiefer entstehen dadurch Lücken, im Unterkiefer Engstände. Der Abstand zwischen oberen und unteren Schneidezähnen kann so groß werden, daß sich die Unterlippe ständig einlagert. Es kann passieren, daß die oberen Seitenzähne dabei aufwandern und daß der Unterkiefer im nach vorn gerichteten Wachstum gebremst und sogar nach hinten gestaucht wird. Je nach bevorzugter Daumenseite treten asymmetrische Zahnwanderungen auf. Diese "artikulären" Verschiebungen ziehen oft eine körperliche "mandibuläre" Seitwärtsverschiebung des Unterkiefers nach sich, die zum Kreuzbiß führen kann 

Die Kompression des Oberkiefers (siehe Punkt 1) und ein durch ein unnötig großes Saugteil eines Schnullers verbreiterter Unterkiefer arbeiten bei der Entstehung eines Kreuzbisses somit "Hand in Hand".

Wie zuvor erwähnt stellt jeder Lutschkörper einen Fremdkörper dar. Aufgrund der besonderen Ausgestaltung und Dimension des Stufensaugers  konnte bis heute nicht festgestellt werden, daß übermäßiges Nuckeln an ihm schadet. Mögliche Ausnahme: er wird falsch herum benutzt. "Eigentlich" ist das nicht möglich, weil er bei korrekter Anwendung einen hohen Lutschkomfort bietet, falsch herum aber eher stört. Der Nutzen des Stufensaugers kann jedoch zunichte gemacht werden bei gleichzeitiger Anwendung anderer Lutschkörper wie Trinkfläschchen !, Nuckeltuch, oder Daumen ! Im Gegensatz dazu konnte jedoch nachgewiesen werden, daß sich sogar bereits vorhandene lutschoffene Bisse durch Gebrauch von Prototypen des Stufensaugers wieder schlossen. Siehe Seite "Fallbeispiele".

Sollte Ihr Kind trotz ausschließlicher Nutzung eines Stufensaugers einen lutschoffenen Biß haben oder bekommen, ist abzuklären, ob familiäre Gründe die Ursache dafür sein können (sog. skelettal offener Biß), oder andere Lutschkörper (s.o.) Fragen Sie Ihren Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden. Ein Stufensauger jedenfalls verursacht keinen lutschoffenen Biß.

Entwöhnen, oder nicht ?

Der Nuckeltrieb ist angeboren, und lebensnotwendig. Er ist individuell unterschiedlich stark ausgeprägt.

Der Mund ist für den Säugling das zentrale Wahrnehmungsorgan. Mit ihm werden Form und Beschaffenheit von Gegenständen wahrgenommen, und geprüft. Diese Sinneseindrücke werden dauerhaft im Gehirn gespeichert.

Nuckeln vermittelt Wärme, Geborgenheit, Zufriedenheit. Und es beruhigt. Daher hat der Sauger auch seinen Namen. Entwöhnt man ein Kind gewaltsam, wirkt sich dies nicht nur auf seine Psyche aus. Es besteht die große Gefahr und Wahrscheinlichkeit, daß es dann an allem nuckelt, was ihm geeignet erscheint: Bettzipfel, Nuckeltuch, Bleistift, Daumen. Am Schlimmsten von allem ist der Daumen. Er überträgt wesentlich größere Kräfte als ein Nuckel: der Oberkiefer wird spitz nach vorn oben in die Länge gezogen, und der Unterkiefer nach hinten gestaucht. Schlechter geht es nicht mehr. Da er an 24 Stunden täglich zur Verfügung steht, macht es die größte Mühe, Daumenlutscher zu entwöhnen. Zu erkennen sind diese Probanden übrigens an einem im Gegensatz zu den anderen weniger sauberen, blitzblanken Daumennagel.

Europäische Kinder im Alter bis zu 6 Monaten benutzen gemäß einer Studie aus dem Jahre 1998 zu 65% einen Nuckel, und zu 21% den Daumen. Jeweils 3% nehmen die mütterliche Brust, ein Spielzeug, oder ein Tuch. Lediglich 5% nuckeln gar nicht.

Bereits ab der 13. Schwangerschaftswoche konnten Saug- und Schluckbewegungen bei Babies im Mutterleib nachgewiesen werden.

Gemäß dieser Studie werden in Europa Babies oft nach einem strikten Zeitplan umsorgt: sagen wir alle 4 Stunden zuerst füttern, dann wickeln, danach schlafen. 4 Stunden später dieselbe Prozedur von vorn. Dabei wird das Saugbedürfnis des Kindes aber nicht immer vollends befriedigt. Also füllt es die Lücke selbst, indem es an etwas nuckelt.

In sog. "primitiven Kulturen" dagegen wird das Kind oft ständig von der Mutter bei sich getragen. Anders als in modernen Zivilisationen steht ihm die Mutterbrust jederzeit zur Verfügung, und es kann sein Bedürfnis stillen. Darum braucht es keinen Nuckel.

Ungefähr ab der 29. Woche saugt der Embryo am Daumen. Dieses komplexe Verhaltensmuster ist eines der frühesten beim Neugeborenen. Laut H.S. Illingworth dauert dieses instinktive Verhalten bei den meisten Kindern mindestens bis zum 3. Lebensjahr.

 

Argumente für einen Schnuller

Pro 1: Schnullerkinder nehmen auch gern die Brust
1982 fanden E. Helsing und F.S. King (Breast-feeding in practice) heraus, daß es nicht von Nachteil ist, zusätzlich zur Brusternährung einen Schnuller zu geben. Schnullerkinder nehmen auch weiterhin die Brust, zusätzlich zum Schnuller. Eine Studie in der Schweiz mit 602 Babies bestätigte dieses Ergebnis 1989.

Pro 2: sie nehmen keinen Daumen oder Finger mehr
nur weniger als 5% aller Babies benutzen zusätzlich zum Schnuller noch andere Lutschkörper (Daumen, Finger, Tuch). Dazu gibt es zahlreiche Literaturhinweise. Kinder, die bereits an einen Schnuller gewöhnt sind, benutzen keinen Daumen oder Finger mehr. Das Daumenlutschen wirkt sich weit negativer aus, als ein Beruhigungssauger. Trotzdem gibt es auch heute noch Kinderärzte, die behaupten, der Daumen entspreche noch am ehesten in seiner Form der weiblichen Brustwarze, und sei darum dem Schnuller vorzuziehen... Liebe Kollegen, diese Behauptung ist zigfach wissenschaftlich widerlegt, und falsch !

Pro 3: Schnuller sind weniger schädlich als andere Fremdkörper, und sie reduzieren Karies
siehe oben. Es ist erwiesen, daß Lutschgewohnheiten ab dem 3. Lebensjahr signifikant schlimmere und zahlreichere negative Effekte haben, als in der Zeit davor (B. Ogaard 1994). 1997 fanden L.R. Rosenberg und Mitarbeiter erstmals heraus, daß bei Schnullerkindern die Anzahl kariesverursachender Bakterien wie Streptokokkus mutans und Laktobazillen geringer ist als bei anderen Kindern. Daher wirken Schnuller der Entstehung von Karies entgegen.
Immer wieder wird von Kinderärzten behauptet, der Schnuller verursache Karies. Liebe Kollegen: das tut er nur, wenn er zuvor von den Eltern abgelutscht wurde, mit deren Karies verursachenden Bakterien kontaminiert, und dann in den Mund des Kindes gestopft wurde.

Pro 4: sie unterstützen die Gewichtszunahme bei Frühgeborenen
der positive Effekt auf die Gewichtszunahme Frühgeborener konnte 1992 von K.S. Kanarek nachgewiesen werden. Erklärt wird dies damit, daß schnullernde Kinder weniger ruhelos sind, und so Energie sparen. Außerdem unterstützt der Schnuller die gesamte Gesichtsentwicklung.

Pro 5: sie helfen, Schmerzen besser zu ertragen
1989 gingen B. Medoff-Cooper und Mitarbeiter dieser Frage nach (nursing research). Mehr als 60% von über 4000 befragten Müttern bestätigten, daß ihr Kind mit Schnuller besser schlief, und mit Schmerzen besser umgehen konnte. Bei 2 Gruppen von Kindern, die täglich Injektionen erhalten mußten, wiesen diejenigen mit Schnuller eine geringere Herzfrequenz auf, waren also ruhiger, und weinten weniger als in der Vergleichsgruppe.
Trotz solcher wissenschaftlicher Studien werden die Ergebnisse ignoriert und weiterhin das Gegenteil behauptet.

Pro 6: Schnuller retten Leben!
Als erste fanden Mitchell und Mitarbeiter in Neuseeland 1993 heraus, daß beim Gebrauch eines Schnullers das SIDS-Risiko (sudden infant death syndrome) um ca. 50% reduziert ist. Mittlerweile gibt es mindestens 5 weitere unabhängige Studien, die dieses Ergebnis bestätigen.

Eine niederländische Studie an 219 Babies über 18 Monate fand 1998 heraus, daß Babies, die mit einem Schnuller schlafen, 20 mal weniger oft dem plötzlichen Kindstod SIDS (Sudden Infant Death Syndrome) zum Opfer fielen. So die Aussage von Monique I´Hoir, Leiterin der Studie am Wilhelmina Kinderhospital in Utrecht. Die durchschnittliche Häufigkeit eines plötzlichen Kindstodes wurde von ihr für die Niederlande mit 0,26 pro 1000 angegeben, nachdem den Eltern in einer großen Kampagne Ende der 80er empfohlen wurde, Babies auf dem Rücken schlafen zu legen. Für die U.S.A. wurde die Häufigkeit mit 1,05 pro 1000 Babies angegeben, für Frankreich mit 1,59 pro 1000.

Im "British Medical Journal" erschien eine weitere Publikation zum SIDS: Wissenschaftler aus dem kalifornischen Oakland verglichen im Auftrage eines Versicherungsunternehmens 185 Fälle von plötzlichem Kindstod mit der Entwicklung 312 gesunder Kinder und fanden heraus, daß Schnuller das Todesrisiko durch SIDS um bis zu 90 % ! senken. Den Grund dafür, daß Schnullerkinder in Bauchlage ihr Gesicht nicht in Kissen oder Decke vergraben und sich so die Luft nehmen, sahen sie in den großen Griffen und Mundstücken der Beruhigungssauger, durch die sich ein Luftkanal zum Atmen bildete. Es wird weiter vermutet, daß gleichmäßiges Saugen die Entwicklung derjenigen Nervenbahnen im Gehirn fördert, die für die Funktion des oberen Respirationstraktes und die Steuerung der Atmung zuständig sind.

Gemäß der Utrechter Studie erlernen Kinder, die einen Schnuller benutzen, auch schneller die Nasenatmung.

Heute erleidet in Kalifornien nur noch eines von 2000 Babies den plötzlichen Kindstod. Würden alle Kinder einen Schnuller benutzen, ließe sich das Risiko auf 1 : 20000 senken.

Säuglinge machen im Schlaf etwa 80 Atempausen innerhalb von 100 Minuten von 3 - 5 Sekunden Dauer. Bei manchen Babies setzt die Atmung jedoch nicht wieder ein. Normalerweise setzt der Anstieg von CO2 im Blut einen starken Reiz auf das Atemzentrum. Das Ausbleiben dieses Reflexes wird mit einer Fehlsteuerung des Gehirnes erklärt. Als Risikofaktoren für das SIDS gelten das Schlafen des Kindes in Bauchlage und das Rauchen der Mutter.

10 Zigaretten täglich während der Schwangerschaft erhöhen gemäß dieser Studie das SIDS-Risiko um den Faktor 3, mehr als 10 Zigaretten täglich um den Faktor 10!

Forscher des Pasteur-Institutes vermuten, daß Nikotin diejenigen Hirnrezeptoren beeinträchtigt, die auf Sauerstoffmangel im Gehirn reagieren.

Mediziner des Royal Children´s Hospital in Bristol gaben an, daß sich die Zahl der Fälle, in denen ein Säugling neben der schlafenden (und zuvor rauchenden) Mutter auf dem Sofa starb, in den vergangenen 20 Jahren in England vervierfacht hat.

In Deutschland sind durch Aufklärungsarbeit seit den 90er Jahren die Fälle von SIDS stark rückläufig. Waren es 1991 noch 1285 Fälle, so sind es im Jahr 2004 nur noch 323 Fälle gewesen. Aber immer noch 323 zuviel.

 

Behauptungen, die gegen Schnuller sprechen:

Contra 1: Schnullerkinder nehmen nicht mehr gern die Brust
es gibt keine wissenschaftlich fundierte Arbeit zu dieser These. Allerdings wurde 1993 und 1995 festgestellt, daß Flaschenkinder öfter einen Sauger nehmen, als Brustkinder.

Contra 2: ständiger Gebrauch schadet den "Zähnen"
siehe hier

Contra 3: sie verursachen otitis media (Mittelohrentzündungen)
eine Studie aus 1995 in Finnland (M. Niemala) stellte dies zur Diskussion. Peter P.W. Weiss fand 1998 heraus, daß viele Mütter ihrem Kind einen Sauger geben, weil das Kind Ohrenschmerzen hatte, und ihm der Sauger half, mit seinen Schmerzen besser umzugehen. E. Wald (Infectious diseases in children) stellte darum 1996 die These auf: der Schnuller verursacht keine otitis media, vielmehr verursacht eine otitis media den Gebrauch eines Schnullers.

Trotzdem werden auch solche Studien negiert und es wird weiterhin behauptet, Schnuller verursachten Mittelohrentzündungen. Mein Tipp: einfach mal andere Meinungen und Ergebnisse akzeptieren!

Contra 4: sie verursachen Allergien
eine Latexallergie bei Kindern ist selten. Chirurgische Handschuhe können Babies entsprechend konditionieren. In der Literatur werden Kinder mit spina bifida beschrieben, die bereits zahlreiche operative Eingriffe in ihrem kurzen Dasein über sich ergehen lassen mußten, und von den Handschuhen des medizinischen Personales konditioniert wurden. ( K.Turjanmaa natural rubber allergy 1995). Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein eines freien Proteines in Latexschnullern, und dem Auftreten einer Allergie. Seit dies bekannt ist, sind zumindest die europäischen Hersteller um seine Reduzierung erfolgreich bemüht.

Contra 5: sie reduzieren den IQ
1996 wurde diese Behauptung erstmals von einer englischen Zeitschrift aufgestellt. 65 Erwachsene hatten einen AH4 IQ-Test am Computer absolviert. Diese Probanden hatten im Alter von 1 Jahr einen Schnuller benutzt. Kann man dem Ergebnis glauben, so schnitten sie um durchschnittlich 3.32 Punkte schlechter ab, als andere Erwachsene.

Contra 6: sie sind unsicher
die Sicherheitsstandards sind heutzutage extrem hoch, was mechanische oder chemische Vorschriften anbelangt. Ein Komitee aus 18 Ländern überprüft und definiert diese Standards laufend neu.

Vielleicht haben die oben stehenden Informationen zu Ihrer Entscheidungsfindung beitragen können.

Sie können einen Schnuller ergänzend zur Mutterbrust geben, je nach Bedürfnis des Kindes. Sie sollten versuchen, den Gebrauch zu steuern, da jeder Schnuller bei übermäßigem unkontrollierten Gebrauch Schäden verursachen kann. Wenn sich Ihr Kind durch Weinen oder Quängeln bemerkbar macht, sollten Sie ihm nicht kurzerhand den Schnuller in den Mund stopfen. Sie sollten ihm zuerst Ihre Nähe geben, nach der es vermutlich verlangt, und, wenn nötig, danach den Schnuller. So ist die Reihenfolge richtig, wenn auch nicht immer bequem.

Aus kinderpsychologischer Sicht ist es auch meiner Meinung nach nicht ratsam, einem Kind den Schnuller einfach wegzunehmen, nur weil irgend jemand einmal behauptet hat, mit 12 Monaten solle man das tun. In der Bildzeitung soll im September 2004 gestanden haben, man solle dem Kind sogar schon mit 7 Monaten den Schnuller wegnehmen, weil danach auftretende "Kieferfehlstellungen" meist kieferorthopädisch wieder beseitigt werden müssen. Gemeint waren sicherlich Zahnfehlstellungen.

Die Wegnahme des Schnullers wird vom Kind als Eingriff in sein Leben empfunden, und zwar negativ, als eine Bestrafung. Ob diese Wegnahme als schwerer oder weniger schwerer Eingriff empfunden wird, ist sicherlich individuell unterschiedlich. Fakt ist jedoch, daß es Kinder gibt, die einer psychotherapeutischen Behandlung zugeführt werden müssen, wenn das Nuckeln unter Strafe gestellt wird.

Der Stufensauger war in den vergangenen Jahren "Stand der Technik". Die neue Generation hat einen "biegeschlaffen" adaptiven Schaft und  wird den Stufensauger ablösen.

 

Zum Abschluß hier noch ein paar lustige Sauger aus Amerika:

 

 und einige schöne Gebisse.

 
© 2017 beruhigungssauger.de | letzte Aktualisierung: 13.08.2012
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