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Warum ist der Schaft so wichtig?

Bei sämtlichen herkömmlichen Schnullern verläuft der Schaft, die Verbindung zwischen dem Lutschteil und dem äußeren Lippenschild, als relativ dicker Gummischlauch zwischen den Frontzähnen. Die oberen Schneidezähne beißen jedoch vorn "über" die unteren und bilden damit die sog. Frontzahnstufe.

    

Beim Schlucken und Zusammenbeißen ist dieser Gummischlauch im Weg. Außerdem nehmen zu große Lutschteile zuviel Platz in Anspruch.

Welchen Sauger soll man kaufen ?

Das Angebot an Beruhigungssaugern ist  umfangreich und unübersichtlich. Wer weiß schon, welcher Sauger der Richtige ist für sein Kind. Das ist, wie mit Zahnbürsten und Zahnpasta. Manche kaufen auf Empfehlung, andere nach der sympathischsten Werbung, für viele ist nur der Preis entscheidend.

Sind Schnuller eigentlich prinzipiell unbedenklich (sie sind doch "Natürlich Und Kiefergerecht"), oder ist Daumenlutschen nicht vielleicht doch besser ? Wie lange darf genuckelt werden ?  Sollen Sauger mitwachsen, sind symmetrische von Vorteil ?

Anomalien durch übermäßigen Gebrauch

 
Regelrechtes, lückiges Milchgebiß                            Deformiertes Milchgebiß durch Dauernuckeln

 

Rund 2/3 aller Anomalien resultieren aus unphysiologischen Beruhigungs- oder Flaschensaugern, sowie aus Daumenlutschen. Zu langer Gebrauch, unphysiologische Größen und falsche Beschaffenheit sind in Verbindung mit weiteren Faktoren Verursacher von Anomalien. Die dadurch auftretenden Schäden umfassen eine lange Liste. Hier die Wichtigsten:

  • Lutschoffener Biß
  • Seitlicher Kreuzbiß
  • Rücklage des Unterkiefers
  • Zungenfehlfunktionen
  • Habits (schädliche Gewohnheiten)
  • Mundatmung (evtl. mit Auswirkungen auf das Blutbild)
  • Lippenbeißen
  • Phonationsstörungen (gestörte Lautbildung und Aussprache)

Der lutschoffene Biss tritt am häufigsten und ehesten auf. Dabei klaffen die Schneidezähne auseinander, und stehen vor. Normale Zischlaute sind nicht mehr möglich. Das Kind lispelt. Die Zungenspitze legt sich zwischen die Schneidezähne. Kommen nun noch Zungenfehlfunktionen hinzu, ist eine Selbstausheilung nahezu ausgeschlossen. Jetzt können nur noch ein Kieferorthopäde und Logopäde mit einer langwierigen und oft als lästig empfundenen Behandlung helfen.

Ursachen

Ein durch Beruhigungssauger oder Daumen verursachter lutschoffener Biß entwickelt sich, weil das Verbindungsteil zwischen dem eigentlichen Sauger und dem Lippenschild mit dem Greifring, der Schaft, zuviel Platz beansprucht. Weil es zu dick und zu fest ist, und dabei gerade verläuft. Ein Daumen richtet noch größeren Schaden an. Er staucht den Unterkiefer zusätzlich nach hinten, und zieht den Oberkiefer nach vorn und oben in die Länge.

Hinzu kommt, daß der Daumen jederzeit verfügbar ist, anders, als ein Schnuller.

So dick ist der Schaft/Gummischlauch eines Schnullers

 

 

Um den zum Saugen erforderlichen Unterdruck zu erzeugen, und um den Speichel herunter zu schlucken, müssen die Lippen geschlossen werden. Das Kind muß dazu den Schaft des Schnullers mehrere hundert mal am Tag zusammenbeißen.

Um den weichen Schlauch beim Schlucken zusammenzubeißen und zu knicken, weil die Frontzähne zueinander eine Stufe bilden, müssen bei einem Latexsauger aber bis zu 300 Gramm aufgewendet werden, bei einem herkömmlichen Silikonsauger in Abhängigkeit von seiner Größe sogar bis zu 500 Gramm , und das mehrere hundert mal am Tag, je nach Lutschdauer.

Ein Kieferorthopäde bewegt mit 20 - 30 Pond Zähne durch den Knochen.

Durchschnittlich schluckt ein Kind 600 bis 800 mal täglich.

Wird der Sauger nur einen halben Tag oder eine halbe Nacht lang benutzt ergibt sich bei 300 mal Schlucken je 300 Gramm die stattliche Krafteinwirkung von 90 Kilogramm auf Zähne bzw. Kieferknochen.

Dabei drückt der Schaft des Schnullers von innen gegen die Schneidezähne, wie ein Keil. Die Zähne weichen nach vorne aus, und "fächern auf". Das Kind kann nun ungehindert mit den Backenzähnen aufeinander beißen, und dabei den Nuckel im Mund behalten.

Zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen ist gerade soviel Platz entstanden, wie das Verbindungsteil dick ist, und an Platz beansprucht. Das Gebiß hat sich dem dicken Schaft angepaßt.

In Abhängigkeit von der Nuckeldauer richtet jeder (Fremd-) Körper zwischen den Zähnen Schaden an. Je größer er ist, desto schlimmer.

Das Wichtigste am Schnuller in Hinblick auf die Vermeidung des lutschoffenen Bisses und Kreuzbisses ist der Schaft, also die Verbindung zwischen dem äußeren Lippenschild mit dem Greifring daran, und dem Saugteil im Mund. Wie bereits oben ausgeführt ist besonders dieses Stück ursächlich für die Entstehung dieser Anomalien.

Je größer der Sauger, desto dicker der Schaft, umso wahrscheinlicher die Entstehung einer Anomalie. Sie sollten es darum bei Größe 2 belassen und gar nicht erst auf Sauger der Größe 3 umstellen. Vielleicht trägt es dazu bei, Ihrem Kind eine kieferorthopädische Behandlung zu ersparen.

Nicht nur die Dicke des Schaftes ist entscheidend, sondern auch seine Form und physikalischen Eigenschaften..

Ein lutschoffener Biß kann nur durch einen möglichst dünnen und nachgiebigen Schaft vermieden werden. Er kann sich  der natürlichen Zahnstellung beim Schlucken anpassen und stellt kein Hindernis mehr dar.

Sauger dürfen nicht "mitwachsen". Diese These ist aus zahnmedizinischer Sicht nicht mehr haltbar und längst überholt.  Die weibliche Mamille (Brustwarze) wächst weder in der Stillzeit, noch danach. Die Hersteller behaupten zwar, die Kiefer von Kleinkindern wachsen in Breite, Höhe und Länge mit. Beide Behauptungen stimmen jedoch nicht, und sind durch keine einzige wissenschaftliche Studie belegt.  Bis zum Alter von 3 Monaten formt sich der Kiefer im vorderen Bereich aus. Das Breitenwachstum im vorderen Bereich des Kiefers beträgt lediglich 1 mm in 4 Jahren.

Das Breitenwachstum der Kiefer von der Geburt bis zum Alter von 2 1/2 Jahren beträgt im Oberkiefer +/- 1,46 mm, im Unterkiefer +/- 2,18 mm.

 

Schematische Darstellung des Kieferwachstums und der Zahnbogenentwicklung von der Geburt bis zum 3. Lebensjahr. Eine Vergrößerung des Zahnbogens findet nur distal ("hinten") statt, wenn die bleibenden  "Backenzähne" kommen.

Nach dem dritten Lebensjahr erfolgt kein Breitenwachstum mehr, nur noch ein Längenwachstum beim Durchbruch der 6-Jahr Molaren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Unterseite

Noch bis vor kurzem  existierte eine weitere These, nämlich, die flache Unterseite eines Saugers sei vorteilhaft, weil dadurch die Zunge nach außen gedrückt und die Kieferentwicklung gefördert werde. Mittlerweile ist auch diese These widerlegt.

Vielmehr hat eine flache Unterseite bei überdimensionierten Saugteilen fatale Folgen:

die Zunge wird nach unten und zu den Seiten hin verdrängt. Außerdem wirkt eine flache Unterseite  wie ein Schuhanzieher: sie hilft der Zungenspitze, ungehindert nach vorn zu gleiten, sich zwischen die vorderen Schneidezähne zu schieben. Die Schneidezähne weichen weiter nach vorn aus, der Biß öffnet sich mehr und mehr, die Zunge lagert sich ein und ein normaler Lippenschluß ist nicht mehr möglich. Dadurch wiederum erlahmen Mund- und Lippenmuskeln, schließlich steht der Mund offen. Das Kind wird zum Mundatmer, mit all seinen Nachteilen. Beim Schlucken schließlich wird die Zunge  seitlich in den Mundboden verdrängt und der Unterkiefer geweitet.

So entsteht ein seitlicher Kreuzbiss.

Bleiben derartige Veränderungen unbehandelt, überträgt sich der gesamte Komplex auf das bleibende Gebiß, wie es sich  auf dem nebenstehenden Foto gut erkennen läßt. 

 

 

 

Durch ein entsprechend gestaltetes Lutschteil wird der Zunge mehr Freiraum gelassen.

Es gibt sogar Schnuller mit seitlichen Flügeln. Der eine davon soll mit Hilfe dieser "Flügel" den Oberkiefer weiten (können). Dazu muß dieses Lutschgerät mit der Zunge gegen den Gaumen gepreßt werden.  Erst dann biegen sich die seitlichen Gebilde und drücken in einer schmalen Linie rechts und links gegen das  Gaumendach. So soll das "Breitenwachstum des Kiefers angeregt" werden. Abgesehen davon, daß entlang der Drucklinien dieser eigenartigen Gebilde Druckspitzen entstehen, und daß Druck lediglich Knochenabbau produziert,  stellen sich doch diverse Fragen: wieviel Druck ist nötig und richtig ? Reichen 12 Studen täglicher Tragedauer, um überhaupt einen nachweisbaren Effekt zu erzielen ?

 Muß eigentlich jeder Oberkiefer geweitet werden ? Wie weit  ? Wer kontrolliert den Verlauf einer solchen  Weitung, so sie denn mittels eines Schnullers überhaupt stattfände ? Gibt es Langzeitstudien, ist die Wirkung belegt und dokumentiert ? Wie wirkt sich der Schaft auf Zahnbögen und Kiefer aus ?

Natürlich  hat auch dieses skurrile Gerät mit "Flügeln"  einen massiven, breiten, geraden Schaft. Um solche Schnullerschäfte  beim Schlucken zu knicken, sind nun mal gerade die Kräfte von Nöten , die es gerade zu vermeiden gilt.

Das andere "Flügelprodukt", diesmal ein Hohlsauger aus deutscher Produktion,  wirkt angeblich Deformationen entgegen, indem mit Hilfe der seitlichen Ausleger am Schaft der Druck auf eine größere Fläche, sprich mehr Zähne, verteilt wird... Natürlich gibt es zu den tatsächlichen Auswirkungen dieser Konstruktion  keine wissenschaftlichen Studien. Bei dem enormen Kaudruck, den wir freizusetzen imstande sind, werden nicht nur zwei, sondern gleich 4 oder 8 Zähnchen "ausgelenkt", d.h. bewegt. Zudem sind der Schaft und das Saugteil dieses Saugers noch größer und breiter ausgefallen, als es bei herkömmlichen Saugern bereits der Fall ist. Prinzipiell richtig ist, daß der spezifische Druck pro Fläche bei einer größeren Auflagefläche pro Fläche  geringer ausfällt. Wird der Druck jedoch erhöht, weitet sich das Unheil aber nur noch mehr aus.

Eine Verdrängung der Zunge in den Mundboden und zu den Seiten hin bewirkt bei hunderten von Schluckvorgängen täglich eine Weitung des Unterkiefers. Diese führt oft zur Entstehung eines eitlichen Kreuzbisses. Dessen Beseitigung ist schwierig, langwierig und häufig mit schmerzhaften Eingriffen verbunden.

J e d e r  Körper zwischen den Frontzähnen ist ein  F r e m d k ö r p e r  ! 

Dazu zählen auch  "Flügel".

Es spielt gar keine Rolle, ob es sich um Finger, den Daumen, einen Bleistift, Pfeife oder Schnuller  handelt. Jeder Fremdkörper zwischen den Zähnen verdrängt die Zähne. Die Frage ist nur, wann.  Dies geschieht in Abhängigkeit von der Dauer und der Intensität des Druckes ("Lutschens").

Die neue Generation von Beruhigungssaugern mit adaptivem Schaft wird den stufigen Schaft ablösen, da ein hoch flexibler Schaft sich individuell jeder sagittalen Frontzahnstufe anpassen kann und noch weniger Rückstellkräfte freisetzt. Damit ist er dem Stufensauger eindeutig überlegen.

Der Zahnbogen wird in seiner Form und Größe maßgeblich von der Größe der Zunge bestimmt. Jemand, der einen zu großen, vorstehenden Unterkiefer hat (sog. Progenie), hat i.d.R. auch eine zu große Zunge. Da hilft nicht allein eine kieferorthopädische Behandlung, sondern es muß auch die Zunge operativ verkleinert werden. Wenn durch einen Sauger ständig die Zunge nach außen gedrückt wird, fördert dies nicht das Kieferwachstum, sondern (s.o.) die Entstehung eines Kreuzbisses.

seitlicher Kreuzbiß

Der optimale Sauger läßt der Zunge maximalen Freiraum, und verdrängt sie nicht .

 

Dieser Satz steht auf dieser homepage, seit sie in´s Netz gestellt wurde. Das war 1999. Darum wurde das Lutschteil des von mir entwickelten Stufensaugers kleiner, anatomisch angepaßt undzusätzlich an den Gaumen angelegt.

Wie bereits oben ausgeführt, findet das hauptsächliche Kieferwachstum  nur bis zum 3. Lebensmonat statt.
 

Bei den obigen Modellen handelt es sich um dasselbe Kind:
links im Alter von 3 1/2 Jahren, rechts im Alter von 10 Jahren. Die gestrichelte Linie hinter den Milchbackenzähnen verdeutlicht, daß der Kiefer lediglich nach hinten wächst, nicht jedoch in die Breite oder in die Höhe.

Hier noch einmal beide Modelle desselben Kindes nebeneinander. Der Altersunterschied beträgt 6 1/2 Jahre. Durch die bleibenden Backenzähne wird lediglich der Abstand der Kiefer zueinander größer. Der Kieferorthopäden spricht von der sog. "Bißhebung".

Die weibliche Mamille (Brustwarze) ist 5- 15 mm lang. Durchschnittlich sind es 11 mm. Auch in der Stillzeit ist sie nicht größer. Aufgrund ihrer Elastizität wird sie während des Stillvorganges zwar deformiert, aber diese Deformation bildet sich danach wieder zurück. Eine echte Größenzunahme findet nicht statt.

 

Wozu sollen Sauger "wachsen", wenn weder die Brustwarze noch der Kiefer wächst?

 
Sauger Größe 1                                                      Sauger Größe 2

 
Sauger Größe 3                                                      Sauger Größe 4


NUK Genius

Die Saugergröße 1 ist noch am ehesten mit einer weiblichen Mamille vergleichbar. Größe 3 ist jedoch bereits zu groß, Größe 4 indiskutabel.  Diese Sauger gibt es glücklicherweise nur noch im Internet-Versandhandel.

 
Sauger Größe 1                                                       NUK Genius 

Beide Sauger liegen auf demselben Milchgebiß. Was die Ausmaße des Genius betrifft, halte ich ihn ebenfalls für überdimensioniert. Er ist extrem lang und hat einen viel zu breiten Schaft.

Das obige Bild zeigt einen Sauger der Größe 3, diesmal im bleibenden Gebiß. Der einzige erkennbare Unterschied besteht darin, daß sich hinter der gestrichelten Linie, die das Ende der Milchzähne markiert, die ersten bleibenden Backenzhähne eingestellt haben. An Länge und Breite des Kiefers hat sich nichts geändert.


Gebißabdruck eines 4-jährigen Kindes mit lutschoffenem Biß.


Dasselbe Gebiß, diesmal von innen fotografiert, mit einem Sauger der Größe Nr. 2


Und noch einmal dasselbe Gebiß von innen, mit einem Sauger der Größe 3.


Sauger der Größe 4 im, oder besser: auf einem Milchzahngebiß. Er paßt nicht hinein.


Sauger der Größe 4 im bleibenden Gebiß. Daß die Front durch solche Sauger deformiert wird, ist unvermeidbar. Auch bei Erwachsenen.


Die Abbildungen oben zeigen den Sauger noch einmal von innen im Milchgebiß.

Aufgrund wiederholter Proteste gegen den Verkauf von Saugern der Größe 4, auch durch mich, und insbesondere durch Aufklärungsarbeit, sind diese zwischenzeitlich vom Markt genommen worden.

Eine neue Option zur Vermeidung der Entstehung eines lutschoffenen Bisses oder Kreuzbisses sind die neuen Schnuller mit adaptivem Schaft, die sich jeder sagittalen Frontzahnstufe individuell anpassen.


 
                herkömmlicher Sauger                       

Ein im Milchgebiß bestehender lutschoffener Biß überträgt sich auf das bleibende Gebiß. Wenn nämlich nicht der dicke Gummischaft zwischen den Zähnen liegt, dann ist es die Zunge. Da ein Kind 600 bis 800 mal täglich schluckt, steckt es dann 600 bis 800 mal die Zunge in die vorhandene Lücke. So können die Zähne nicht mehr von allein in ihre ursprüngliche Position zurück, der lutschoffene Biß von allein nicht mehr ausheilen. Die Zunge gewöhnt sich an die falsche Position.

Durch die von mir entwickelte Saugerform wird erreicht, daß die Zunge nicht mehr in dem Maße durch ein zu großes bzw. unökonomisch geformtes Saugteil beim Schlucken behindert wird, wie dies bei herkömmlichen Saugern der Fall ist, oder daß sie auf einer flachen Unterseite nach vorn schlindert. Die Lutschteile aller anderen Schnuller ragen horizontal in die Mundhöhle hinein, und müssen beim Schlucken geknickt, und gegen den Gaumen gepreßt werden. Bereits die dabei auftretenden Kräfte deformieren die Zahnbögen.

Lutschteile passen sich nicht dem Gaumen an, sie (de)form(ier)en ihn.

Schließlich sind noch Sauger mit symmetrischen Saugteilen im Handel. Symmetrisch, damit keine "falsche Seite" benutzt werden kann. Wenn aber nun die eine Seite nicht optimal gestaltet ist, dann ist es die andere auch nicht. Somit ist es egal, wie herum an dem Schnuller genuckelt wird.

Der zusätzliche Gebrauch einer Dauernuckelflasche verschlimmert bereits vorhandene Deformationen abermals. Darum sollte auch hier auf die Wahl des richtigen Saugers geachtet werden.

Wirkt bei einem herkömmlichen Sauger der Gummischaft als Keil von innen nach außen (von hinten gegen die Schneidezähne), so drückte beim Prototypen durch das Ansaugen das Lippenschild von außen auf die Lippen, und diese wiederum auf die vorstehenden Zähne. Da der Schaft dünn und gewinkelt war, konnten die Schneidezähne zurück in ihre alte Position. Der lutschoffene Biß schloss sich.
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Stufensauger-Saugteil                                                             Größe 3

Endlich hatte die Zunge den Platz, den sie dringend braucht.

Nachfolgend Fotos eines der ersten Prototypen, die tadellos funktionierten. Man sieht deutlich die stufige dünne Verbindung zwischen dem braun aussehenden Lutschkörper und dem blauen Lippenschild.
  

Erste Prototypen

 
 

Weiterentwicklung in Silikon

Stufensauger aus Naturkautschuk

und aus  Silikon

Das heute verwendete Silikon erreicht in Reiß- und Zugtests nahezu identische Werte wie Latex. Kein Vergleich mehr mit Silikonen früherer Generationen, aus denen Kinder mit ihren Zähnchen Stücke herausbeißen konnten und Saugteile aspirierten, sodaß es zu tragischen Unglücksfällen kam. In strengen Normenprüfen müssen heute allgemeine, mechanische und chemische Anforderungen erfüllt werden. Die Durchstichfestigkeit ist ebenso Bestandteil solcher Prüfungen, wie Reiß- und Beißfestigkeit.

 
Die Abbildung links zeigt einen herkömmlichen Silikonsauger der Größe 2, die Abbildung rechts einen Stufensauger aus Silikonsauger.

Empfehlen darf ich Ihnen auch folgenden Webseiten: www.elternwissen.com/gesundheit/gesunde-zaehne.html und www.jugendzahnpflege.hzn.de/frame_eltern.html

Lesen Sie auf den Folgeseiten mehr Interessantes über Beruhigungssauger und das Nuckeln im allgemeinen.

 


Ihr Dr. med. dent. Rolf Brockhaus, Dortmund

 
© 2017 beruhigungssauger.de | letzte Aktualisierung: 13.08.2012
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